a letter to the CBYXers

Meine liebe ,,PPPlers”,

ich wünsche, ich hätte die Wörter um euch zu sagen, genau wie viel ihr mir bedeutet. Weil ich letztendlich die Chance nicht hatte, es dem Bundestag oder der Botschaft oder sogar euch in Berlin zu sagen, werde ich es jetzt versuchen.

Wenn ich komplett ehrlich bin, meine Rückblicke an unsere Orientierung in Washington, D.C. bringen mir nicht nur positive Erinnerungen. Wie ich mich daran erinnere, war uns oft langweilig, und ich fühlte mich ungeduldig und durcheinander. Ich lernte nicht besonders viele Leute kennen, und ich zeigte mich nicht immer so freundlich und begeistert wie ich hätte wollen. Ich wollte D.C. verlassen und mit meinem Austausch so bald wie möglich anfangen.

Wie einige Monate alles ändern können.

Wie ihr wisst, ich hatte geplant, am Freitag einen kurzen Vortrag zu machen, aber am Donnerstagabend veränderte ich meine ganze Rede. Ich hatte was bemerkt, worüber ich vorher hätte nicht schreiben können, und zwar, wie viel wir gewachsen waren. Und vor allem freut es mich, dass wir alle zusammen wuchsen.

Als wir uns letzten Mittwoch wieder traf, erkannte ich fast alle von euch, aber unser damaliges Verhältnis ist mit dem jetzigen nicht zu vergleichen. Wir kamen in D.C. als sehr unterschiedliche einzelne Menschen an, aber wir verließen Berlin am Sonntag als eine Familie. Ich kann mich gar nicht erinnern an noch so eine Gruppe wie wir — groß genug, dass wir nicht alle einander gut kennen könnte, aber trotzdem mit so vielen Gemeinsamkeiten, dass jeder von uns mit jedem anderen sitzen und ein gutes (sogar tiefes) Gespräch halten könnte.

Irgendwie ist es schon Juni, also genießt eure letzte Wochen. Es werden traurige und schwierige Tage sein, wenn wir uns wieder sehen, aber jetzt wissen wir, dass wir alle einander haben werden. Wir werden einander trösten, unser gemeinsam Trauer und Freude teilen. Wir werden, zumindest noch einmal, einfach für einander da sein.

Ich habe so ein großes Glück, dass ich euch alle meine Freunde nennen kann. Ich hoffe mit meinem ganzen Herzen, dass wir unsere Verbindungen zueinander und zu Deutschland nie vergessen werden. Ich habe euch alle, meine schöne PPP-Familie, so sehr lieb.

Bis dann,
Margaret

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2 Comments

Filed under inbound

2 Responses to a letter to the CBYXers

  1. na

    wow! you speak German. or at least you’ve made up a completely believable facsimile!

    so proud, xox, na

  2. michelle

    danke – das war wirklich, wirklich schön zu lesen und noch besser ist, dass du deine Gedanken genau so gut auf Deutsch als auf Englisch ausdrücken kann :) bis Frankfurt!

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